Meine Vision für 2020: eine innere Ausrichtung statt neuer Ziele

Visionen haben für viele Menschen etwas Abgehobenes. Große Pläne, klare Zielbilder, messbare Erfolge. Für mich bedeutet Vision etwas anderes. Sie beschreibt weniger das, was ich erreichen will, und mehr die Art, wie ich leben möchte. Meine Vision für 2020 ist deshalb kein ambitionierter Maßnahmenkatalog, sondern eine bewusste innere Ausrichtung.

Weg von Erwartungen, zurück zu mir selbst

In den letzten Jahren war mein Leben stark von Verantwortung geprägt. Ich habe organisiert, getragen, möglich gemacht. Dabei habe ich vieles richtig gemacht – und trotzdem gemerkt, dass ich mich selbst stellenweise aus dem Blick verloren habe. Zu oft habe ich mich an äußeren Erwartungen orientiert und zu wenig daran, was mir wirklich entspricht.

Meine Vision für 2020 beginnt genau hier: mit der Rückverbindung zu mir selbst. Mit dem ehrlichen Hinspüren, was ich brauche, was mir guttut und wo meine Grenzen liegen.

Ruhe als Qualität, nicht als Stillstand

Wenn ich von Ruhe spreche, meine ich keinen Rückzug aus dem Leben. Ich meine eine innere Klarheit, die entsteht, wenn nicht alles gleichzeitig wichtig ist. Weniger Reize, weniger Druck, weniger dauerndes Reagieren. Dafür mehr Präsenz in dem, was gerade da ist.

Diese Art von Ruhe verändert Entscheidungen. Sie macht den Alltag einfacher, nicht unbedingt leichter, aber stimmiger. Für mich ist sie eine der wichtigsten Qualitäten, die ich in mein Leben integrieren möchte.

Arbeiten ohne sich zu verbiegen

Ein zentraler Teil meiner Vision betrifft meine Arbeit. Ich möchte Angebote schaffen, die aus meiner eigenen Erfahrung heraus entstehen und die mir entsprechen. Nicht angepasst an Trends oder Erwartungen, sondern ehrlich und tragfähig.

Mir ist wichtig, dass Arbeit nicht gegen das eigene Nervensystem geht. Dass sie Raum lässt für Entwicklung, für Tiefe und für Pausen. Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht nur wirtschaftliche Stabilität, sondern auch innere Stimmigkeit.

Muttersein mit Präsenz statt Perfektion

Auch mein Familienleben ist eng mit meiner Vision verbunden. Ich möchte eine präsente Mutter sein. Nicht fehlerfrei, nicht immer gelassen, aber anwesend und ehrlich. Mir ist wichtig, meinem Kind vorzuleben, dass Selbstfürsorge selbstverständlich ist. Dass Grenzen respektiert werden dürfen. Und dass man sich selbst ernst nehmen kann, ohne egoistisch zu sein.

In der Podcast-Episode „Alte Glaubenssätze sprengen“ vertiefst du diese Gedanken und beschreibst, wie solche inneren Überzeugungen entstehen, warum sie sich so real anfühlen und was es bedeutet, sich davon zu lösen, ohne in Selbstoptimierung oder innere Härte zu verfallen. Wenn dich dieser Artikel angesprochen hat, findest du dort die Inhalte in einer noch persönlicheren, gesprochenen Form wieder.

Vertrauen statt Vergleich

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Vision ist Vertrauen. Vertrauen in meine Wahrnehmung, mein Tempo und meinen Weg. Je weniger ich mich vergleiche, desto klarer wird, was für mich richtig ist. Wachstum entsteht für mich nicht durch ständige Optimierung, sondern durch ehrliches Hinschauen – auch dort, wo es unbequem wird.

Eine Einladung zur eigenen Vision

Meine Vision für 2020 ist bewusst offen gehalten. Sie lässt Spielraum für Entwicklung und Veränderung. Sie erinnert mich daran, immer wieder innezuhalten und mich neu auszurichten.

👉 Hier kannst du die Episode anhören

Zwei Fragen zur Reflexion

Was trägt dich wirklich – jenseits von Zielen und Erwartungen?
Und wie möchtest du dich in deinem Leben fühlen?


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