Du entscheidest alleine, wie dein Leben verläuft
Es gibt Sätze, die auf den ersten Blick einfach klingen – und auf den zweiten eine große Tiefe entfalten. „Du entscheidest alleine, wie dein Leben verläuft“ ist einer davon. In meinem Gespräch mit Helena Mikloska wurde deutlich, dass es dabei nicht um Kontrolle oder Selbstoptimierung geht, sondern um etwas sehr Grundlegendes: innere Verantwortung.
Verantwortung ohne Druck
Viele Frauen reagieren auf diesen Gedanken zunächst mit Widerstand. Zu viel Verantwortung, zu viel Erwartung, zu viel Last. Doch Helena beschreibt Verantwortung nicht als Bürde, sondern als Anerkennung der eigenen Handlungsfähigkeit. Nicht alles im Leben ist frei wählbar. Aber die Art, wie wir mit dem umgehen, was uns begegnet, liegt sehr wohl in unserer Hand.
Diese Perspektive nimmt Druck heraus. Sie verlangt keine perfekten Entscheidungen, sondern ehrliche. Entscheidungen, die im Einklang mit den eigenen Werten stehen.
Veränderung beginnt innen
Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die innere Klarheit. Viele Frauen warten darauf, dass sich im Außen etwas ändert – im Beruf, in Beziehungen oder in den familiären Anforderungen. Doch solange die eigene innere Haltung unverändert bleibt, wiederholen sich oft dieselben Muster.
Der Wendepunkt liegt häufig darin, sich selbst wieder zuzuhören. Zu spüren, was sich nicht mehr stimmig anfühlt. Und sich zu erlauben, diese Wahrnehmung ernst zu nehmen.
Kleine Entscheidungen mit großer Wirkung
Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen bedeutet nicht, alles umzukrempeln. Im Gegenteil: Oft sind es leise, unscheinbare Schritte. Eine Pause, die nicht übergangen wird. Ein Nein, das nicht erklärt werden muss. Eine Entscheidung, die aus Selbstrespekt entsteht statt aus Pflichtgefühl.
Helena beschreibt, dass viele Frauen in diesem Prozess ruhiger werden. Klarer. Dinge verlieren an Schwere, weil sie nicht mehr aus einem inneren Zwang heraus getan werden.
Selbstfürsorge ist kein Egoismus
Gerade hochsensible Frauen sind es gewohnt, viel Verantwortung für andere zu tragen. Dabei gerät die Verantwortung für sich selbst leicht in den Hintergrund. Das Gespräch macht deutlich: Selbstfürsorge ist keine Abwendung von anderen, sondern eine Voraussetzung für langfristige Präsenz, Stabilität und Verbundenheit.
Dein Leben beginnt jetzt
Ein Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Interview: Das eigene Leben beginnt nicht irgendwann, wenn alles passt. Es findet jetzt statt. Jede kleine, bewusste Entscheidung für sich selbst ist bereits eine Weichenstellung.
Wenn du dieses Thema vertiefen möchtest, lade ich dich ein, die vollständige Podcastfolge mit Helena Mikloska anzuhören. Das Gespräch öffnet einen ruhigen, klaren Raum für Selbstreflexion und neue Perspektiven.
Zwei Fragen zur Reflexion
Wo übergehst du dich im Alltag immer wieder, obwohl du es eigentlich spürst?
Welche kleine Entscheidung könntest du heute treffen, die dir selbst mehr Respekt entgegenbringt?

